Der Limes in und um Welzheim

Welterbe Limes

Der Obergermanische-Raetische Limes wurde im Juli 2005 zum Weltkulturerbe erklärt.

Mit dieser Ernennung geht eine Wertschätzung der römischen Hinterlassenschaften einher, die uns heute – 1700 Jahre nach Abzug der Römer – immer noch Zeugnis von der Weltmacht Rom geben.

Grund und Ziel der Ernennung ist der Denkmalschutz der Limesanlagen mit Kastellen, Türmen und Zivilgebäuden. Diese sollen vor zukünftiger Bebauung geschützt und damit auch kommenden Generationen anschaulich erhalten werden.

Ein zentraler Punkt ist die weitergehende Erforschung des Limes, der in seiner schnurgeraden Konzeption und anderen Feldern noch viele Fragen offen gelassen hat.

Der dritte Aspekt ist die Präsentation des Limes als Welterbe. Das heißt die Sichtbarmachung oft versteckter Römerreste durch Hinweise auf Beschilderungen, Broschüren und Besatzungsnamen. Insbesondere die Limes-Cicerones stehen für Anfragen und Veranstaltungen am Limes bereit.

So ist der Limes gut gerüstet, mindestens weitere 1700 Jahre zu überleben…

Der Limes nördlich von Welzheim

Welzheim hat außer dem Ostkastell noch weitere römische Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe zu bieten.

Nördlich von Welzheim lässt sich der Limes von seiner Schokoladenseite betrachten:
Der Wall mit dem Graben kann auch heute noch zwischen Eberhardtsweiler und dem Ebnisee gesehen werden.

Ebenso gibt es dort unmittelbar vor Welzheims Toren das Kleinkastell Rötelsee zu entdecken.
100 m nördlich von Welzheim findet man etwas versteckt das Kleinkastell Rötelsee. Vergleicht man dieses mit dem großen Bruder des Ostkastells, weiß man warum dieses Kastell so heißt.

Vermutlich wurde dieses Kastell zu einem späteren Zeitpunkt am Limes gebaut, um die Kastell der geschrumpften Soldatenanzahl anzugleichen.

Der Limes südlich von Welzheim

Südlich von Welzheim findet man vierlei Spuren der Römer.

Angefangen vom Wachturm beim Göckelersbad…

…bis zur Schnurgeraden im Wald

und schließlich das Ende der schnurgeraden auf dem Golfplatz Haghof.